Chronik

Kleine Chronik zum Landhotel & Weingasthof „Schwarzer Adler“ in Wiesenbronn

Kleine Chronik zum Landhotel & Weingasthof „Schwarzer Adler“ in Wiesenbronn

Das Anwesen gelangte 1228 von den Grafen Castell im Wege einer Verpfändung an die Markgrafen von Ansbach. Dort verblieb es durch die Jahrhunderte bis zum Ende des „Heiligen Reiches deutscher Nation“ im Jahre 1806. Anschließend erfolgte die Eingliederung in das Königreich Bayern.

1535

Im ältesten erhaltenen Güterverzeichnis der Markgrafen von Ansbach, ein sogenanntes „Salbuch“ von 1535, wird eine „Schenckstatt, sambt der Scheune und Kalterhauß“, erwähnt. Die Anmerkung, dass auf dem Anwesen keine Frohnpflicht lag, deutet auf eine sogenannte „Erbschenkstätte“ der Ansbacher Markgrafen hin. Daraus kann geschlossen werden, dass die Gastwirtschaft schon weit älter ist, als die urkundliche Erwähnung aus dem Jahre 1535 vermuten lässt. Eigentümer war seinerzeit ein gewisser Fritz Hassfurter. Ihm folgten nach: Hans Christlein, Georg Christlein, Hans Ribig u. a.


1685

wird David Vogel als Eigentümer genannt. Er mußte „ von seinem Hauß, Scheuern und Hofraith, ist eine Schenkstatt darzu 30 M Felds und 1 ½ M Wiesen „ Abgaben nach Ansbach entrichten.


1686 bis 1703

Innerhalb von 17 Jahren wechseln die Eigentümer nicht weniger als elfmal. Nachdem sich die Kaufsumme innerhalb von vier Jahren, von 1696 bis 1700, von 335 Gulden auf 650 Gulden fast verdoppelt hat wird kurz vorher eine umfassende Erneuerung oder gar ein Neubau erfolgt sein. Vermutlich haben die Schrecken des 30jährigen Krieges auch den Schwarzen Adler in Mitleidenschaft gezogen. Deswegen erwarben Interessenten das reparaturbedürftige Anwesen relativ günstig, wobei für die erforderliche, umfangreiche Instandsetzung aber das nötige Geld fehlte.


1698/99

Vermutlicher Neubau des Gasthauses durch Christoph Dörr.


1768

Erstmals wird der Name „ Schwarzer Adler“ erwähnt. Vermutlich ist die Bezeichnung schon viel älter. Gerade markgräflich ansbachische Gasthäuser zeigen schon frühzeitig den Adler ( Hohenzollernwappen) als Aushängeschild.


1772

berichtet ein Güterverzeichnis von einem „ Hauß, so laut Saalbuchs eine Schenckstatt; hat außer der Scheuern und Hofreith ietzt noch an Eingehörung 9 Mg Acker und ¾ Mg Garten“. Eigentümer war Johann Nicolaus Höfer.


1812

wird von einem Tanzsaal berichtet, der vermutlich im Obergeschoß untergebracht war.


1855

wird erstmals eine mit der Gastwirtschaft verbundene Bäckerei erwähnt, die bis 1971 betrieben wurde.


1863

Die Familie Neubauer erwirbt das Anwesen. Die Vorfahren sind als Wanderschäfer um Bad Windsheim und später in Aschbach nachgewiesen. In der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts fassten sie Fuß in Wiesenbronn. Unmittelbar nach dem Erwerb erfolgte ein Neubau des Gasthauses und der Backstube mit Backofen.


Um 1900

wird die Gastwirtschaft eher als Weinstube betrieben, da erst zu Beginn des 20.Jahrhunderts eine Konzession zum Bierausschank beantragt und erteilt wurde.


1928

Umfassende Instandsetzung und Aufbau eines Stockwerks auf das Gasthaus durch Heinrich Neubauer senior


1971

Umfassende Instandsetzung; Aufgabe der Bäckerei und der Landwirtschaft durch Heinrich Neubauer junior


1978

Bau eines Gästehauses mit Weinkeller durch Heinrich Neubauer junior


1998

Erwerb des Nachbargrundstücks ( 202 qm ) Hausnummer 23 von Heinz u. Maruska Hofmann


2008/2009

Modernisierung und Erweiterung zum „Landhotel & Weingasthof “ durch Marion und Friedhelm Neubauer